Uninspiriert aber pflichtbewusst 

Seht mich nur an! Schaut genau hin! …wie ich hier sitze. In Unterhosen. Neben mir eine angebrochene Tüte Doritos. Geschmacksrichtung “Tangy Cheese”. Schmeckt ekelhaft, geht aber trotzdem erschreckend gut rein. Im TV plätschert ein Stand Up Comedy Act vor sich hin. Es stellt sich heraus, dass auch Briten platt und unlustig sein können. Ein mir unbekannter Schotte macht Witze darüber, wie ihn in England niemand versteht. Ha…ha. Lustig. Kennste? Kennste? Mann und Frau? Sie so. Und er dann! Jawoll, Haha! Schotten klingen lustig. Das muss ausgeschlachtet werden!

Wenn ich mal Captain Obvious spielen darf: Fernsehprogramm ist überall Scheiße! Mit einigen Ausnahmen. Die kommen bei uns an und wir denken: “Überall ist’s besser als bei uns.” Direkt aus Überall versichere ich Euch: Überall ist’s Scheiße!

Ich zähle die Tage bis zur Installation des Internets. Nicht, dass ich meine Freizeit mit Serien verbringen sollte. Mir liegt ein ganzes Land zu Füßen, das entdeckt werden möchte. Doch auf den Montag Abend nach einem durchmarschierten Wochenende braucht man einfach eine Portion Netflix. Wir waren am Devil’s Dyke (Siehe Titelfoto) Extreeeem schön! Extrem anstrengend!

Ich mache heute jedenfalls keinen Schritt mehr, als ich muss. Bricht hier nachher noch ein Feuer aus, rolle ich mich raus. Kein Schritt mehr! Kein Schrittbreit den Faschisten!
Ich will Fear The Walking Dead gucken. Die letzten Folgen Doctor Who mit Capaldi. F is for Family. Castlevania und all die vergessenen Serien, die ja gar nicht so wichtig sein können, wenn mir nicht mal mehr der Name einfällt. Scheißegal! Ich will beballert werden! Mein Körper ist müde, der Geist noch sehr hungrig.

Man kann so einen Geist auch mit Bier füttern. Dann schläft er von ganz allein ein. Ich hätte kein Problem damit. Leider ist nur Corona im Haus.
Pssst! Ich weiß, einige von Euch haben gerade wütend den Schreibtisch umgerissen. Corona?! Was soll das denn? Einseinseinself!
Dieses bierartige Kaltgetränk war ein Geschenk. Ein Geschenk von meinem Vermieter!

Habt Ihr mal von Eurem Vermieter Bier geschenkt bekommen? Ich nicht. Bis heute. Er war zu Besuch, sich den Wasserschaden anzuschauen.

Ach ja. Ich hatte einen Wasserschaden am Donnerstag. Es tropfte von der Decke. Nicht sehr schön, wenn auch nicht mega dramatisch. Defekte Waschmaschine in der Wohnung über mir. Wir alle hatten Glück, dass ich in der Mittagspause zu Lucy musste und es so unmittelbar entdeckte. Mein Vermieter war in Spanien im Urlaub, kannte aber den Vermieter der anderen Wohnung. So war ein Klempner schließlich schnell vor Ort.
Mit etwas Glück muss bei mir nur etwas Tapete ausgebessert und ‘ne Schutzfarbe aufgetragen werden. Definitiv unkomplizierter als ein konstant brummender Entfeuchter im Raum. Heißen die Dinger so? Entfeuchter? Ich kann nicht anders, als albern zu grinsen. Entfeuchter! Und wie läuft Euer Liebesleben so?

Samstag Nacht spazierte ich etwas durch Brighton um das Partyleben (zunächst aus sicherer Distanz) zu beobachten. Man hört ja so einiges! Besoffene Frauen hocken über ihrer eigenen Kotze am Straßenrand. Besoffene Typen prügeln sich. Überall Junggesellen und -gesellinnen. Überall menschliches Elend. Was soll ich sagen? Stimmt alles! Kurz nach 1 Uhr (an einem durchschnittlichen Samstagabend) glich die Ausgehmeile einem Silvestermassaker.
Ich war leider vorher noch im Kino, weshalb ich mich in Sachen Besoffenheit stark abgehängt fühlte. Das Projekt “Mingling with the locals” wurde darauf aufs nächste Wochenende vertagt. Internet kommt zum Glück erst in der Woche danach.

Gib hier reichlich Senf dazu!

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