Terminator 4 – meine Kritik 

Armer Christian Bale! Da freut er sich über die Möglichkeit, mit John Connor einen weiteren höchst interessanten Charakter verkörpern zu dürfen und dann trifft er auf McG, den Mann, der meiner Vermutung nach seinen Nachnamen aus Schutz vor wütenden Filmfreunden auf Unkenntlichkeit kürzt.
Während Bale in der Riege der Schauspieler durchaus Ansehen genießen darf, brachte uns Joseph McGinty Nichol Perlen wie “3 Engel für Charlie” und “3 Engel für Charlie – Volle Power”.
Hat sich denn im Produzenten-Team niemand Gedanken darüber gemacht, dass der Musikvideo-Regisseur vielleicht nicht geeignet sein könnte für einen so finsteren Brocken wie Terminator 4?
Vielleicht tue ich ihm Unrecht. Vielleicht sollte ich auch den Autoren John D. Brancato und Michael Ferris für den inhaltlichen Untergang der Reihe verantwortlich machen. Es fällt mir allerdings verflucht schwer, dies auch zu machen Immerhin ist McG der Typ, der sich dazu entschied, dem Müll ein Gesicht zu geben.
Aber okay. Ich möchte fair sein.Der Film ist kein totaler Reinfall. Die Charaktere mögen hölzern über die Leinwand humpeln. Das nicht vorhandene Drehbuch mag Null Tiefgang und klaffende Logik-Krater aufweisen. Doch wenigstens Action und Atmosphäre stimmen.

Wenn man dem Streifen was abkaufen kann, dann den Fakt, dass die postapokalyptische Erde kein Ort für ein Picknick ist. Herrlich zerbombt und in erdig bis rostigen Farbtönen gehalten sorgt ihr Anblick schon irgendwie dafür, dass man wenigstens mit Freuden der Zerschrottung diverser Terminatoren zusieht. Die mehr oder minder massiven Geräte bekommen übrigens ein extra Bienchen von mir. Egal ob kriechend, fliegend oder aufrecht gehend – Die Maschinen rocken und verfügen über mehr Profil als jede andere Figur im Film.
Ausgerechnet eine computergenerierte Maschine war es schließlich, die mir das einzige zufriedene Grinsen entlocken konnte. In Form des frisch aus dem Ei gepellten T800 legte nämlich niemand geringeres als der künstliche generierte junge Arnold Schwarzenegger einen Gastauftritt par excellence hin. Schade, hätte es mehr solcher großartigen Momente gegeben, wäre Terminator – Salvation vielleicht ein erinnerungswürdiger Streifen geworden.
Die Realität allerdings sieht anders aus. Ohne Christian Bale, den Score von Danny Elfman und die Hilfe tapferer Spezialeffekt-Computer und deren Terminatoren-Kinder hätte McG wohl nicht mal den „ganz guten“ Film abliefern können, der es am Ende wurde.
Da ist man doch tatsächlich geneigt, Skynet freiwillig das Passwort für den persönlichen Email-Account rauszurücken.

Gib hier reichlich Senf dazu!

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